Jairo (eigentl.:
Mario Rubén González, * 16. Juni 1949 in Cruz del Eje) ist ein argentinischer Sänger.
González trat in seiner Jugend in verschiedenen Programmen in Córdoba auf und wurde Mitglied einer Rockgruppe namens
Twister Boys. Er debütierte unter dem Namen
Marito González im Hotel Savoy in Buenos Aires, trat in den nächsten Jahren in Fernsehshows wie der
Show del Mediodía,
Escala Musical und
Sábados Continuados auf und veröffentlichte sein Debütalbum
El laberinto.
1970 nahm er den Künstlernamen Jairo an und ging nach Madrid, wo sein Album
Emociones entstand. Im Folgejahr erhielt er mit dem Song
Javier y Paloma den zweiten Preis und den ersten Preis der Jury beim
Festival de la Costa del Sol in Malaga. 1975 nahm er das Album
Jairo canta a Borges, auf dem er Gedichte von Jorge Luis Borges, vertont von
Astor Piazzolla, Carlos Guastavino, Julián Plaza, Eladia Blázquez, Alberto Cortéz,
Facundo Cabral, Daniel Piazzolla, Eduardo Falú,
Rodolfo Mederos und Gustavo Leguizamón sang.
Ab 1977 lebte Jairo in Frankreich und nahm dort mehrere französischsprachige Alben auf, darunter
Beaux Noel du Monde, mit dem er eine Goldene Schallplatte gewann. 1981 nahm er mit Astor Piazolla Lieder auf, die dieser und Horacio Ferrer für ihn komponiert hatten, darunter die
Milonga de Trovador. Zu dem Album
Le Diable (1984) drehte Jean Paul Bourdeauducq einen Kurzfilm, der in vielen Kinos Frankreichs gezeigt wurde. Auf dem album
La trace de mes pas (1986) sang Jaira u.a. Piazollas
Gotango nach einem Gedicht von Jean Marc Chérino.
1990 trat Jairo am
Teatre des Mazades in Toulouse in der Show
REVOLVER -El fantasma del Río de La Plata zum 100. Geburtstag von
Carlos Gardel auf und sang dort Klassiker Gardels wie
Volver,
Cuesta abajo,
Melodía de arrabal,
Caminito,
Mano a mano,
Caminito soleado und
Guitarra mía sowie Kompositionen Daniel Salzanos. Das Programm wurde im gleichen Jahr auf CD eingespielt.
1993 kehrte Jairo nach Argentinien zurück und trat am Opernhaus von Buenos Aires mit dem Programm
Cielo auf, das auch als CD produziert wurde. Im nächsten Jahr beging er am
Teatro Libertador San Martín in Córdoba und der Oper Buenos Aires sein fünfundzwanzigjähriges Bühnenjubiläum mit Musikern wie Pedro Aznar, Eladia Blázquez,
Ana Belén,
Mercedes Sosa, Víctor Heredia,
Jaime Torres, Piero,
Peteco Carabajal,
Carlos Jiménez, Tomás Lipán und Silvia Lallana.
Auf der CD
Atahualpa por Jairo sang Jairo Lieder von
Atahualpa Yupanqui. Zwischen 2000 entstand das
Diario del regreso von Oscar Cardozo Ocampo und Hamlet Lima Quintana über die Auffindung der Gebeine Ernesto "Che" Guevaras und ihre Überführung nach Kuba. Das Stück wurde auf der
Plaza de la Revolución in Santa Clara uraufgeführt und drei Tage später am
Teatro Nacional in Havanna gespielt. Nach seiner Rückkehr aus Kuba produzierte Jairo
Puro Jairo, eine Auswahl seiner Lieder aus drei Jahrzehnten auf vier CDs.